2009-11-06

Einstieg in die Studiofotografie

Dieses Internet erspart einem ja so manche Workshop-Teilnahme – inhaltlich – den Spaß an der Teilnahme holen sie einem leider nicht ins Haus. Wer sich mit mit dem Thema Studiofotografie näher auseinander setzen möchte, dem sind als Anfänger zwei Online-Tutorials empfohlen: aus dem Haus Galileo Design gibt es einen Appetizer von Pavel Kaplun „Perfekte Porträtfotos im Studio.“ Er geht hier auf die notwendig Ausrüstung für den Anfang ein, erklärt Blitzköpfe und welche Lichtformer praktisch sind, geht auf den Blitzaufbau ein und steigt dann in die Praxis ein. Das Tutorial dauert ca. 30 Minuten – und ist angenehm auf das Machbare in einem kleineren Wohnungsstudio ausgerichtet.

Intensiver auf das Thema Lichtaufbau im Studio geht dann Ken Hernderson in seinen acht Tutorials ein, die bei YouTube zu finden sind. Für dieses Tutorial sollte man Englisch können, aber wie es mit bewegten Bildern so ist – gucken reicht auch. Insgesamt eine gute Stunde Lernmaterial.



Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8

via PhotoshopTipps

Abschließend von mir ein Tipp für den günstigen Einstieg in die Studiofotografie in kleineren Wohnung, was die Hintergründe anbelangt. Für Porträtaufnahmen und auch für Stills löse ich das Problem mit simplen Keilrahmen aus dem Kunstbedarfladen. Für die Porträtaufnahmen ist es ein Rahmen von 200 cm (Höhe) x 140 cm (Breite). Auf den wird zusammen gesteckt ein Spannbettlaken in beliebiger Farbe (sie sollten qualitativ etwas dichter gesponnen sein und nicht glänzen, also keine Ikea-Ware) gezogen. Nimmt man ein normales Laken, vielleicht der Farbe wegen, kauft man im Bastelbedarf Klammern und spannt das Laken mit denen auf den Rahmen. Breiter geht also immer – dann die eine Seite der Rahmen mit einer noch längeren Seite tauschen und ein größeres Laken nehmen. Reicht für den Anfang und ist selbst im Transport sicher eine sperrige aber immerhin leichte Angelegenheit. Für die Food-Stills nehme ich das gleiche Prinzip für die Hintergründe und spanne Geschenkpapiere (matt!), die farblich auf die Tischdeko abgestimmt sind auf. Im Foto sieht nachher kein Mensch, was den Hintergrund stellt. Und die Rahmen sind schnell wieder auseinander gebaut und in der Ecke aus dem Blickfeld sortiert.

2009-10-14

Henry Horenstein

lebt in Boston, arbeitet als Fotograf, Autor und Professor der Fotografie. Horenstein zelebriert ausschließlich in schwarzweiß, allenfalls gönnt er seinen Fotografien einen Sepia-Stich und kommuniziert in seinen Bildern mit einer unverkennbaren ureigenen Sprache. Bekannt wurde er durch seine wissenschaftlichen Betrachungen der „Aquatics, „Canine“ oder „Creatures“, er fotografiert Tiere oder Details von Tieren und setzt sie in einen deutlichen Kontrast zur üblichen Naturfotografie.


pix © henry horenstein

Horensteins Fotos muss man betrachten und überdenken, um ihnen tatsächlich auf die Spur zu kommen. Sie erinnern an die frühe Form der Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene, der Illustration. Sie zeigen nicht plump, sie zeichnen das Bild einer Kreatur. Ganz anders seine Serie „Honky Tonk“, hier widmet sich Horenstein ganz dem Menschen, er portraitierte die Country Musiker von 1971-1982 in den USA. Es war sein Erstlingswerk, das erst 2003 als Buch veröffentlicht wurde und an die Eigenarten aber auch Schönheiten der Zeit des Hillybilly erinnert.

2009-10-13

Joel Sternfield – On This Site

Die Buchmann Galerie in Berlin zeigt bis zum 7. November 2009 Exponate aus der Serie „On This Site“ (Tatorte) des amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld. Sternfeld bekannt als der Fotograf, der Ende der siebziger Jahre wieder die Farbe, „New Color“, in die Kunstfotografie zurück brachte.


pix © Joel Sternfield

Die in der Ausstellung präsentierten Fotografien erzählen von Sternfelds Reise durch die USA zu zahlreichen, längst in der Vergangenheit liegenden Schauplätzen von Verbrechen mit Todesfolge. Man sieht harmlose Fotos, deren Tragik in den ihnen beigegebenen Texten erst deutlich wird. Ein alter Baum gewachsen an der Rückseite des Metropolitan Art Museums in New York in dem warmen Licht der Abendsonne oder die Totale einer seit langem geschlossenen US-Bar, typische Motel-Szenerien. Alle Aufnahmen erzählen die Geschichte von der jungen Frau, die von ihrem Bekannten hinter dem Museum umgebracht wurde. Das Hotel auf dessen Balkon Martin Luther King erschossen wurde, hier wurde ein afroamerikanischer Jugendlicher von Weißen zu Tode geprügelt, dort der Arzt von Abtreibungsgegnern erschossen.

Als Sternfeld das Foto vom Baum im Park des Metropolitan Museums geschossen hatte, erkannte er, dass er über die Jahre eine lange Liste von Orten gespeichert hatte, an denen – ihm unbekannte – Menschen durch fremde Hände zu Tode gekommen sind. Orte, die er mit diesen Verbrechen identifiziert und daher nicht mehr vergessen konnte. Dieser Liste ist er in diesem Projekt durch die USA gefolgt und hat sie visualisiert, sich dabei die Frage stellend, ob nicht jeder von uns ebenfalls eine solche Liste mit sich trägt?

2009-10-01

photoillustres magazin der kamerakunst

Ich mag blumige Namen aber der ist selbst mir zu lang und geschwollen. Dennoch ein wirklich schönes internationales Projekt von und für alle, die Fotografie mögen, gucken, schaffen. „It's all about Kamerakunst“, schreibt Manuell Linnenschmidt, der Initiator dieses Online-Foto-Magazins in dem vor allem Autodidakten ihre fotografischen Arbeiten präsentieren.

Soeben ist nach Nr. 1 „fotografik“ die zweite Ausgabe „kamerakunst“ erschienen. Mit Porträtfotografien von Andreja Budjevac, Belgrad, den Stills von Captain Fluo, Paris und vielen mehr. Herausragend in dieser Ausgabe der rumänische Kamerkünstler Dan Beleiu, Temeswar. Ich mag die Fotos von Martin Guder, der Berlin aus der Streichholzschachtel fotogafiert, die er zu einer Camera Obscura umgebaut hat.


pix © Martin Guder

Und vor allem die Lomografien von Nadine Reichling, Mannheim, die sie mit der Diana F+ gemacht hat.


pix © Nadine Reichling

Photoillustres Magazin der Kamerakunst ist ein liebevolles, gelungenes Online-Projekt. Eines dieser Sorte bei denen man versteht, warum dieses Internet großartig ist. Angucken und dann selbst mitmachen? Hier entlang!

2009-09-30

Rebekka Guðleifsdóttir

Guðleifsdóttir. Bei so einem Nachnamen verspürt man als Autor tiefe Dankbarkeit über die Funktion von Paste & Copy. Die Empfehlung für diese junge blonde hübsche (!) Fotografin kam heute via twitter, dabei wurden insbesondere ihre Island-Fotografien unter scenery uns ans Herz gelegt. Ich mag die Aufnahmen, bin aber keine Freundin von allzu viel Einsatz der Photoshop-Farbfilter. Sie packt mich eher bei den weitwinkligen Aufnahmen der verfallenen isländischen Architektur, deren gestürzte Linien sie konsequent gestürzt lässt. In Fauna wird's mir langsam zu bunt mit dem Einsatz des Weitwinkels, ich übersehe mich – obwohl die Aufnahmen und Montagen viel Talent beweisen. Ich gehöre zu denen, die die pure Fotografie lieben, allzuviel Montage-Arbeit nur in der Werbefotografie dulden wollen.


pix © Rebekka Guðleifsdóttir

Mit dolls packt sich mich. Da ist alles, was ich nicht leiden kann: Puppen und viel Chemie aus dem Rechner den Fotos angetragen. Aber die fiesen kleinen Plastikdinger scheinen zu leben, gut so! Rebekka Guðleifsdóttir bloggt.

2009-09-15

17 Internet-Gebote

Das Ganze ist nicht so schlecht, wie es gerade wieder ganz weblike zerredet wird. Es gibt eine Handvoll im Internet aktive Leute, die sich über den Umgang einiger Professioneller mit dem Medium, dem Journalismus, deren täglich Brot und vor allem mit der Wahrheit ärgern. Natürlich können die auf ewig weiter nölen. Irgendwann muss man aber auch selbst Farbe bekennen. Sich einige Regularien/Thesen zu überlegen, die jeder – wer es mag – mit auf seinen Weg nehmen, vor allem aber auch gerne mit verbessern kann, ist immerhin ein Anfang. Da kann ich keine Katastrophe und auch überhaupt keinen Hochmut erkennen. Auch kann ich nicht diese Arroganz sehen, die gerne den Initiatoren unterstellt wurde, hier und dort. Es sind nur Leute, denen das Thema „Information einer Öffentlichkeit im Internet“ am Herzen liegt und natürlich sind es mal wieder ausgerechnet die, die in der deutschen Web-Community eben nicht anonym schwimmen. Das ist nur logisch, deren Schnittstelle ist eben größer; ein Teil von denen verdient mit dem Verfassen und Veröffentlichen von Informationen, Texten im Internet ihr Geld und sie sind dem Thema inhaltlich deswegen sehr eng verbunden. Die einzelnen Regeln im Manifest sind allenfalls Mittelmaß? Möglich, sind ja auch nicht vom allwissenden lieben Gott verfasst, wobei: der hat ja auch ordentlich geschlampt, wie wir wissen. Ix setzt sich wenigstens noch thematisch mit den einzelnen Punkten auseinander. Am Ort der öffentlichen Diskussion, im Wiki, vermisse ich leider noch seine Einlassungen aktiv eingebracht.

Wie bei uns üblich haben sich die wenigsten Kritiker aber überhaupt konstruktiv mit den Thesen auseinander gesetzt. Die meisten zielen darauf, dass dieses Manifest wieder nur von den „üblichen Verdächtigen“ käme und überhaupt nicht „sexy genug“ getextet sei. Da platzen im Hirn beim Lesen im Background keine animierten Extasy-3D-Bömbchen. Das ist aber auch doof. In der inhaltlichen Entwicklung haben sich bisher wenige Kommentatoren mit konkreten Inhalten hervor getan. Obwohl es die Einladung zur offenen Mitarbeit gibt. Und ehrlich: so etwas verstehe ich immer nicht.

Wenn sich in Deutschland Journalismus dahingehend entwickelt, dass Journalisten, die die Wahrheit berichten wollen, keine Jobs mehr bekommen, weil mit der Wahrheit angeblich die Auflage nicht gesichert werden kann und die dahinter stehende kommerzielle Abhängigkeit von Anzeigenkunden aber gerne dem – angeblich – bösen, blöden Internet in die Schuhe geschoben wird von den Verantwortlichen, weil nur das doch die Quelle von schlechtem Journalismus sei, dann ist die Idee aus dem Internet heraus einen neuen besseren Qualitätsstandard etablieren zu wollen, eine gute Idee. Vor allem aber ist es wenigstens ein erster Schritt weg vom Genöle weg und hin in die aktive richtige Richtung.

Dass viele wiederum gar nicht verstehen werden, was mit diesem Manifest versucht wurde und es sie übrigens auch (noch) gar nicht tangieren kann, ist aber auch okay. Es ist nicht relevant, wer sich da Gedanken gemacht hat. Möglicherweise interessiert dieses Manifest da draußen (offline) niemanden, denn ja, natürlich handelt es sich hier um die Gedanken eines virtuellen kleinen Inselstaates im World Wide Web.

Ich möchte in dem Zusammenhang auf ein ähnliches Regelwerk aufmerksam machen, denn das Problem im Ursprung ist ein viel größeres und in anderen Bereichen der Berichterstattung international früher erkannt worden. Es gibt nämlich seit (für Web-Verhältnisse) langer Zeit eine ähnliche Sammlung von „Regeln“ die digitale Bearbeitung von Fotos in der Reportage-Fotografie betreffend, die DigitalCustom Model Ethics Guidelines.

Da haben 2003 ein paar Fotografen schriftlich Richtlinien formuliert aus einem bis dahin bestehenden Ehrenkodex, dem sich insbesondere Fotografen der Reportage- oder Dokumentationsfotografie verpflichtet fühlten. Mit zunehmender Vereinfachung der Retusche- und Montage-Technologien dank finanzierbarer digitaler Bildbearbeitung, die es schneller, einfacher und somit viel günstiger als früher ermöglichten, Fotos zu manipulieren, schien die Notwendigkeit gegeben, einmal schriftlich diese Selbstverständlichkeiten festzuhalten und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die rasanten technischen Entwicklungen ermöglichen nämlich einer größeren Menge von Menschen, Autodidakten, in das Geschäft der Fotografie einzutreten. Se haben oft mangels Ausbildung nie von fotografischen Grundsätzen (in der Fotografie macht ja angeblich die Technik das Foto, nicht das Talent, das Hirn oder die Philosophie des Fotografen) gehört. Auch denen galt und gilt es klar zu machen, dass es in bestimmten fotografischen Bereichen Do's und Dont's gibt.

Das Thema Manipulation an der Fotografie ist in diesem gesonderten Bereich von gleicher Relevanz wie der Wahrheitsgehalt und somit die journalistische Qualität vom Text. Hier ist eine Entwicklung von der Realität weg und somit Abnahme von Qualität in der Berichterstattung genauso kritisch zu sehen. Wir finden ja alle die Reihe „Super Symbolfotos“ bei Niggemeier immer so unterhaltsam, letztendlich ist genau das aber schon Verrat an der fotografischen Dokumentation und aus Sicht von Fotografen überhaupt nicht akzeptabel. Wird im großen Maß praktiziert, und hierbei wird noch nicht mal am Foto selbst schon rumretouschiert – es werden einfach nur Texte mit falschen Bildinhalten in Zusammenhang gebracht und somit Berichterstattung verfälscht. Ob das wissentlich oder aufgrund semi-professioneller Technik passiert, ist dabei egal, hier wird geschludert! Wenn wir aufhören uns über solche Versäumnisse aufzuregen, werden wir irgendwann nicht einmal mehr merken, wann wir belogen und betrogen werden.

2003 haben sich genauso viele Fotografen über diese DigitalCustom Model Ethics Guidelines aufgeregt, wie heute es deutschen Blogger hinsichtlich dieses Internet-Manifests tun. Die Fotografen aber, denen in der Reportage/Dokumentationsfotografie die Wahrheit am Herzen lag und weiterhin liegt, haben damals genickt und gesagt: so soll, so muss es sein!“

In Deutschland sieht es mittlerweile im fotografischen Bereich so aus, dass Fotografen ihre Rechte an der Fotografie übertragen sollen, wenn sie das Bild/die Bildstrecke an Redaktionen verkaufen wollen. Das tun sie entweder oder sie dürfen sich einen neuen Job-/Auftraggeber suchen. Was es heißt, wenn der Fotograf kein Recht an seinem Bild hat und die Bildredaktionen sich dann den Regeln des Manipulationsverbotes nicht mehr unbedingt verpflichtet sehen, kann man sich selber ausmalen.

Deshalb sind solche Guidelines/Manifeste/Richtlinien wichtig, Sie wurden von den meisten Praktikern, die ich in der Vergangenheit auf die DCMEGs aufmerksam gemacht habe, dankbar aufgenommen. Und dabei ist die textliche Qualität dieser Richtlinien oder woher die letztendlich kamen, völlig egal. Es geht darum, dass man als Fotograf in einem bestimmten Genre interessiert ist Qualität zu liefern und so ein Manifest kann dabei hilfreich sein. Es ist nämlich ziemlich leicht sich selbst zu verlieren in seinem Job da draußen, wo einem ständig Berufskollegen mit weniger Gewissen zeigen, wie man ohne an der Wahrheit festzuhalten viel mehr (oder überhaupt noch) Geld verdienen kann. So ein Manifest ist etwas Handfestes, wer will kann es berücksichtigen, man muss es nicht. Man kann mit dessen Hilfe für sich Entscheidungen treffen, welche Art von Fotografie man bedienen will. Man weiß sehr genau, hält man sich an die Regeln nicht, begeht man einen Verstoß gegen die Regeln, anhand derer die besondere Qualität eines Jobs festzumachen ist– das muss dann ein jeder mit seinem Gewissen selbst ausmachen.

Daher finde ich dieses Internet-Manifest einen guten Schritt, es ist ein Anfang. Es mag textlich, inhaltlich noch nicht rund sein. Ja, der Name ist vielleicht doof gewählt (wenigstens ist er nicht verdenglicht.) Was daraus entstehen kann, entscheiden alleine die, die aktiv daran mitwirken, es tragen und weiterentwickeln. Da ist es erst einmal egal, wer alles davon nicht Kenntnis nehmen will oder wird und ob es für diese Dinge, die im Internet passieren, überhaupt eine Öffentlichkeit gibt oder geben wird.

Nur: ausschließlich meckern und drauf einschlagen gilt nicht! Dafür ist das Thema nämlich ein zu wichtiges – viele Themen betreffen oft am Anfang nur kleine Zielgruppen, bevor eine riesige Zielmenge für immer unter denen sich daraus zu entwicklenden Konsequenzen zu leiden hat.

2009-09-03

Life is too short, eat the chocolate and shut up

Sara Remington ist eine hochtalentierte Food-Fotografin aus San Franzisko. Sie schafft es, wie selten ein anderer Fotograf in diesem Genre, ihre Food-Fotos von dem Sinn der Werbefotografie weg sich hin zu einer realen Kunstform entwickeln zu lassen.

Der Titel meines Posts entstammt ihrer 8-Schritte-zum Erfolg-Liste, Nr. 4 aus ihrem aktuellen Blogeintrag. Recht hat sie! Im Blog schreibt Sara über ihre Reisen und Arbeiten, natürlich ausführlich fotografisch dokumentiert. Ende August hat sie den zweiten sehenswerten Teil ihrer Reihe „Letters from Argentina, round two“ gebloggt. Teil 1


pix © Sara Remington

Ich finde es grandios, wie sie die Tiefe in dem Foto mit Hilfe der Fleischhälften als Umrahmung aufbaut. Das ist etwas anderes als die übliche Anwendungsweise dieser Technik in den Urlaubsfotomassen, wenn hübsche Bougainville-Kübel nette Haustüren umrahmen. Die gleiche Technik verwendet Sara Remington in ihrem ersten Argentinienbeitrag schon im Schaf-Foto in dem der Scherer als Nebensache die Tiefe des Fotos ermöglicht. Sie schafft es so, dem abgebildeten Alltag in diesen Fotos etwas Seele einzuhauchen.